Eisenbahn - groƟ und klein

Alte Fotos belegen, dass mich die Eisenbahn schon seit dem Kinderwagenalter fasziniert hat.
Sei es die Modelleisenbahn meines Vaters oder die "echte" Bahn - bis heute bin ich noch immer von der Eisenbahn begeistert.

Haben auch zahlreiche Bahnfahrten während meiner Studienzeiten meine "Leidensfähigkeit" gelegentlich schwer in die Zange genommen, hat es der Begeisterung für die Eisenbahn an sich dennoch nicht geschadet.
Besonders die sogenannte Epoche IV, also die Zeit des Übergangs von der Deutschen Bundesbahn zur Bahn AG mit ihren wunderbar "bunten" Zügen finde ich nach wie vor höchst interessant.
Über die aktuelle Situation bei der Bahn schweigt des Sängers Höflichkeit und verweist auf die kabarettistischen und komödiantischen Erzeugnisse aus unseren Landen...

Was die Modelleisenbahn betrifft, war über mehrere Jahre "Funkstille".
Seit dem Wegzug aus Konstanz musste das Werkeln an einer Modelleisenbahn aus verschiedensten Gründen ruhen. Vor allem konnte die über viele Jahre hinweg gestaltete Modellbahnanlage nie mitgenommen werden. Glücklicherweise konnte diese zunächst in eine neue Anlage meines Vaters integriert werden. Inzwischen hat diese "Ur-Anlage" bei einer Modellbahn-AG in Heiligenbronn eine neue Heimat gefunden.

Inzwischen hat ein neues Kapitel mit Spur N begonnen.
Lesen Sie gerne unten weiter.

Fotos meiner Modelleisenbahnen finden Sie auf der Fotoseite Eisenbahn.

Viel Freude!

Neubeginn in Spur N

Nachdem ich im Jahre 2017 einen modellbahnerischen Neubeginn in der Spurweite N (Maßstab 1:160) gemacht hatte, brachte eine längere Krankheitsphase im Jahr 2018 eine schmerzliche Zwangspause.

Seit es ab Ende 2018 wieder möglich ist, habe ich mich immer wieder um die Anlage gekümmert. Allerdings konnte immer nur sporadisch an der Anlage gearbeitet werden.

Nachdem ich einige technische Fehler entdeckt und auch die Steuerungssoftware gewechselt hatte, kam es ab Herbst 2019 zu umfangreicheren Planungen für einen Umbau bzw. neuerlichen Neubeginn. Ziel dieser Aktion war es, den ursprünglich diagonal liegenden Hauptbahnhof und die beiden Gleiswendeln zu beseitigen.
So enstand ein neuer Gleisplan, der die verschiedenen Ebenen über lange umlaufende Rampen erreichen sollte.
Der Schattenbahnhof wurde um ein Gleis erweitert und um ca. 15 cm verlängert. Der Hauptbahnhof wurde "waagerecht" angelegt und erhielt einen großzügigen Rangierbereich, welcher auch umfangreiches Rangieren ermöglicht, ohne die Hauptgleise zu tangieren. Der Bergbahnhof erhielt ebenfalls längere Gleise sowie ausreichend lange Gleise für's Umsetzen und für die Güterverladung. Während der Planungen reifte schließlich auch die Entscheidung, die nicht-elektrifizierte Bergstrecke neben Regelzügen (Schienenbus) auch durch einen Museumsbahnbetrieb (Dampflok) zu bedienen. Eine Bekohlung beim Hauptbahnhof und Wasserkräne im Haupt- und im Bergbahnhof bieten hierfür die nötige Infrastruktur.
Gesteuert wurde die Anlage komplett über PC-Software (Win Digipet), als Zentrale fungiert die ECos 2 von ESU. Nach aufwendigen Programmierarbeiten und intensiven Testphasen, v.a. an den später verdeckten und schwerer zugänglichen Stellen, war die Zugsteuerung vollständig eingerichtet. Nun sollte der sekundäre technische Ausbau mit Oberleitung, Beleuchtung sowie der Landschaftsgestaltung folgen.
Inzwischen erfolgte auch die Umstellung auf die Software Traincontroller 9.0 Gold. Die Steuerung funktionierte hervorragend, die "special gimmicks" wurden sukzessive ausprobiert und eingebunden.

Im Testbetrieb zeigte sich jedoch, dass die Weichen von Minitrix nicht zuverlässig funktionierten. Kurzschlüsse und ähnliche Widrigkeiten machten die einstige Vorfreude schnell zunichte.
So war ich an dem Punkt angekommen, eine Entscheidung zu fällen: weiterbauen (und sich weiter ärgern bzw. Einschränkungen im Fahrbetrieb zu haben) oder nochmal ganz bei Null anzufangen.
Hierzu mehr im nächsten Abschnitt.

"Spur N 2.0"

Nach den ganzen Erfahrungen mit der technisch im Grunde fertigen und fahrbereiten Anlage wollte ich die neue Modellbahn viel gründlicher planen. Es folgten intensive Recherchen in Modellbahnforen, Videotutorials und beim Modellbahnhändler des Vertrauens.

Das Ergebnis war eine Art "Anforderungskatalog":
# 2,70 x 1,00 m
# Rahmen aus Multiplex-Holz (Birke 18 mm), Trassenbretter aus Sperrholz (Pappel 8 mm)
# Gesamte Anlage in mehrere Segmente teilbar
# Verkabelung nach aktuellen Standards
# Rückmelder: ESU
# Schaltdecoder: qdecoder (Weichen, Signale; Neuanschaffung), ESU (Beleuchtung, Effekte; Bestand)
# Schattenbahnhof, Paradestrecke, Hauptbahnhof, Abstellgruppe, BW
# E-Loks, Dieselloks und Dampfloks
# Großzügige Bahnhöfe können auch lange Züge aufnehmen (7 Personenwagen plus Lok)
# Vorbildnahe Gleisradien
# Vielfältiger und vorbildgetreuer Fahrbetrieb, Rundkurse und Kehrfahrten möglich
# Gleismaterial "unsichtbare Bereiche": Minitrix (Gleise, Bestand), Roco/Fleischmann (Weichen)
# Gleismaterial "sichtbare Bereiche": Peco (Code 55)
# Steuerung mit TrainController 9.0 Gold

Für die vorgegebene Fläche von 2,70 x 1,00 m wurde nun ein Gleisplan erstellt, der vielfältigen Fahrbetrieb ermöglicht, ohne dass die Anlage überladen wirkt.
Ausgehend von einem großzügigen Schattenbahnhof (6 Durchgangsgleise, 2 Stumpfgleise) führt die Strecke über eine teilweise unsichtbare doppelgleisige Paradestrecke zum Hauptbahnhof, der als viergleisiger Kopfbahnhof angelegt ist. Neben dem Hauptbahnhof liegen eine autarke Abstellgruppe sowie ein kleines Bahnbetriebswerk zur Versorgung der Fahrzeuge mit fossilen Brennstoffen. Die Abstellgruppe besitzt zwei Ein- bzw. Ausfahrgleise für Güterzüge sowie drei Stumpfgleise ("Lokspeicher").
Im Schattenbahnhof gibt es zwei Wendeschleifen, über die man entweder einen Rundkurs fahren oder die Fahrtrichtung wechseln kann. Über eine steile Umfahrungsrampe gelangt man gegen den Uhrzeigersinn zurück auf die Paradestrecke.
Von der Paradestrecke zweigen mehrere Streckenäste ab. Im und gegen den Uhrzeigersinn lassen sich Rundkurse fahren oder die Fahrtrichtung wechseln. Die Abschnitte fassen mindestens einen 1 m langen Zug, so dass ein interessanter Zugbetrieb möglich ist.
Im Hauptbahnhof sind zwei Gleise für lokbespannte Züge vorgesehen, zwei Gleise hauptsächlich für Triebwagen und potentiellen Museumsbahnverkehr.
Bekohlung und Tankstelle sind sowohl über den Hauptbahnhof als auch über die Abstellgruppe anfahrbar.

Einige Ansichten der künftigen Anlage sind in der Bildergalerie zu sehen.
Dort werden auch nach und nach Bilder vom Baufortschritt eingestellt.

Stand der Arbeiten (27.11.2021)
# Gleisplan gezeichnet
# Gleisplan im Maßstab 1:1 ausgedruckt
# Holz für Rahmen und Füße bestellt
# Füße sind geliefert worden
# Holz für die Rahmen ist zugeschnitten und beim Händler abgeholt
# Die Rahmen der vier Segmente sind aufgebaut und stehen auf Rollen
# Schrauben der Rahmen verspachtelt
# Die Rahmen und Füße der vier Segmente sind in ihrer endgültigen Farbe lackiert.
# Der Holzhändler meines Vertrauens hat Bescheid gegeben, dass die Deckel der Segmente Anfang September geliefert werden.
# Der Modellbahnhändler meines Vertrauens hat Bescheid gegeben, dass die bestellten (neuen) Weichen auf Lager sind.
# Verschiedene Hersteller haben ihre Rückstände abgearbeitet: vier neue Loks, drei neue Wagen ;-)
# Die vier Segmente sind mit 3mm Kork bezogen und zusammengeschraubt.
# Diverse Gleise und Weichen abgeholt, verschiedene Werkzeuge gekauft, Planungen für die Verteilung der Decoder und Rückmelder abgeschlossen.
# Die (teilbare) Grundplatte ist quasi fertig, der Aufbau der Gleise kann beginnen.
# Die sechs Durchgangsgleise des Schattenbahnhofs sind verlegt.
# Die Schaltdecoder von qdecoder sind angekommen.
# Rückstände beim Rollmaterial wurden geliefert, u.a. Minitrix Umbauwagen.
# Die Gleise an den Trennstellen wurden optimiert.
# Erste Trassenbretter sind zugeschnitten, die Platte für die Ebene "Hauptbahnhof" ist ebenfalls zugeschnitten.